|
Fischer |
Alte
Minoische Stadt, die vor rund 3500 Jahren vom Vulkanausbruch ziemlich böse verschüttet
wurde. (Genauer: 1615 oder 1625 v.Chr., also rund 100 Jahre früher, als gemeinhin angenommen. Deshalb muß man sich für Ursache des Einsturzes vom kretischen Knossos Palast eine andere Theorie ausdenken - die Vulkankatastrophe von Santorin kann's jedenfalls nicht gewesen sein...) Auf jeden Fall konnten sich die Bewohner vorher in Sicherheit bringen, hinterließen aber ihre Gebäude mitsamt den wirklich beeindruckenden Wandmalereien, die man bislang aber NUR auf Postkarten oder Katalogen zu Gesicht bekam, es sei denn man machte einen Abstecher nach Athen. (siehe auch Alternative unten) Denn dorthin wurden die Wandmalereien gebracht. Ab 24. März 2000 sind die Wandmalereien nun wieder zurück in Santorini. Ein neues Museum, das nach einer Bauzeit von über 10 Jahren fertiggestellt wurde, beherbergt nun die berühmten Fresken. Darüberhinaus gibt es auch ein paar neurlich ausgegrabene, u.a. ein goldenes Tieridol. Das neue Museum befindet sich schräg gegenüber der Busstation in Fira Der Eintrittspreis und die Öffnungsszeiten liegen mir z.Zt. noch nicht vor... |
| Besonders groß ist das Ausgrabungsgelände Akrotiri nicht: Zügigen Schrittes hat man Akrotiri in wenigen Minuten durchlaufen. Um dennoch eine bleibende Erinnerung dieser minoischen Stadt nach Hause zu tragen, sollte man sich einer Führung anschließen (kann man in jedem Travel Büro buchen, auch auf deutsch) oder den Besuch lesetechnisch vorbereiten. Alles ganz nach dem DuMont Motto: 'Man sieht nur, was man weiß...' s Buchtips | |
![]() |
Hier
und da stehen in Akrotiri dann aber doch noch ein paar Tonkrüge herum, die selbst
Ungelehrte als solche erkennen können. Im Hintergrund die Regale der Archäologen, in deren Schubladen vermutlich hunderttausende kleiner und kleinster Scherben und Teilchen liegen, alle sorgfältig numeriert und katalogisiert... |
Von diesen Tonkrügen finden sich aber auch im Museum Thira einige wieder, die man dort dann bestaunen kann. Vorteil des Museums: man kommt näher an das Objekt heranran und kann sich ein besseres Bild von der handwerklichen Arbeit machen (ABER: "Please don´t touch" kräht gleich eine Aufsichtsperson, wenn Ihr zu nahe herankommt...) (Museum Thira: Ein Konglomerat von Fundstücken nicht nur von Santorin, sondern aus ganz Griechenland) |
|
![]() |
Besonders beeindruckend -auch für Nicht-Archäologen- ist in Akrotiri ist auch jene Steintreppe, die durch die Kraft der Naturkatastrophe in der Mitte durchschlagen wurde, wie von einem übermenschlichen Karateschlag getroffen. |
| Tip
für Leute, die Akrotiri ohne
Führung durchlaufen möchten: Morgens früh gleich hinfahren. (Öffnungszeit
8.30 - 15.00, außer montags) Die Größe des (Bus-)Parkplatzes davor
dokumentiert die Bedeutung dieser Sehenswürdigkeit für alle Reiseunternehmen.
Und alles kostet Geld: selbst wenn man nur seinen Roller auf diesem Parkplatz abstellen
möchte, kostet es Gebühren. Besser: Ganz über den Parkplatz fahren
(bzw. links daran vorbei) bis zum Strand und da abstellen. Kostenlos! Außerdem
kann man nach dem Besuch Akrotiris gleich ins Wasser oder ein paar Schritte weiter
nach rechts (Richtung Red Beach) in einer lauschigen Fischtaverne am Strand gemütlich
einen Eiskaffee schlürfen und dem Plätschern der Wellen zuhören. Morgens
früh ist Akrotiri wunderbar ruhig und man hat auch volle Sicht auf die ausgebuddelten
Gemäuer. Nach Akrotiri sind es von Thira (Firostefani) etwa 10 km, also leicht und locker mit dem Roller zu bewältigen. |
|
![]() |
Damit die 'Steinwüste' Akrotiri etwas aufgelockert wird, stellt man überall die ausgegrabenen und mühsam wieder zusammengeklebten Pithoi hin, die damals als Vorratsgefäße dienten. |
![]() |
Die
'Steinwüste' Akrotiri.- Man braucht natürlich etwas Phantasie, um sich vorzustellen, wie dieser Ort vor der Vulkankatastrophe ausgesehen haben mag, zumal die Lichtverhältnisse durch die gelbliche Kunststoffüberdachung etwas unwirklich erscheinen. Die Überdachung ist aber notwendig, denn auch auf Santorini regnet es im Winter. |
| Tip 2 zu den Wandmalereien: Ausstellung im Nomikos-Konferenzzentrum in Thira mit wirklich perfekt gelungenen und gut präsentierten 3-D Reproduktionen der Bilder (s.a. Buchtip unten) | |
|
Mein |
Doumas, Christos 151 farb. Fotos Aus d. Engl. v. Wagner, Monika Metamorphosis, 1995, 192 S. - 25,5 x 29,5 cm. - 1340g (uff!). - Gebunden, ISBN 3-928692-14-3 Chritos Doumas ist derzeitiger Leiter der archäologischen Ausgrabungsstätten von Akrotiri. Das Buch ist eine Sammlung aller bislang entdeckten und restaurierten Akrotiri Wandmalereien mit ganz hervorragenden Aufnahmen. Leider etwas teurer, aber echte Akrotiri-Fans schreckt das nicht ab... ;-) Hinweis: Im Nomikos Konferenz Zentrum in Thira ist derzeit (1999) eine Ausstellung der Wandmalereien zu sehen. Alles 1:1 Kopien und ganz hervorragend gemacht! Fotografieren ist dort leider verboten. Deshalb verkaufen sie dort auch genau diesen Bildband von Doumas und den solltet Ihr auch gleich mitnehmen, denn ... dieser Band ist meines Wissens zur Zeit leider nirgens im Internet erhältlich. Fragt bei Eurem Buchhändler mal nach, vielleicht gibt es ja noch Restbestände. Sobald das Buch wieder verlegt wird, werde ich es hier veröffentlichen. |
|
Email-Briefkasten
Kalliste.de - Intro - Landkarte
zum Ausdrucken -
Lufbild von Santorini - Was tun auf Santorini? -
© 1998-1999 |