Alt-Thira oder Ancient Thira befindet sich auf dem Messavouno (369m), einem Berg im Südosten der Insel, der über den Selladasattel mit dem Profitis Elias (höchster Berg der Insel, 565m) verbunden ist
Alt-Thira
Antike Ruinenstadt in luftiger Höhe.
Im Antiken Thera, das nacheinander von Dorern, Phöniziern, Römern und Byzantinern beherrscht wurde, sieht man entlang der "Heiligen Straße", die die Stadt der Länge nach durchzog, außer Wohnblocks aus verschiedenen Epochen, Marktplätze, Thermen, Theater, Heiligtümer, das Haus der Ptolemäer, Grabanlagen aus archaischer und klassischer Zeit und Reste aus frühchristlicher Zeit. In einige der umliegenden Felsen sind Beinamen von Apollon und Jünglingsnamen in archaisch-theräischer Schrift eingeritzt. (Genau hinsehen!)
Von Kamari aus wandert man die Serpentinenstraße auf ziemlich üblem Kopfsteinpflaster in etwa 45 min. hinauf. Viele holpern auch mit ihren Vespas über die scharfkantigen Steine. (Den Rollern soll das angeblich nichts ausmachen). Es gibt auch einen wunderschönen Wanderweg von der anderen Seite, also von Pyrgos aus, nach Alt-Thira, nämlich über den Profits Elias. Leicht zu bewältigen und der Weg ist ebenso leicht zu finden. Nur schwindelfrei sollte man sein...
Am Ende der Serpentinen-Kopftsteinstraße befindet man sich auf einem Bergsattel (Sellada-Sattel) , der, wie schon erwähnt, die Berge Messavouno und Profitis Elias miteinander verbindet.Der Blick geht in Richtung Perissa auf der einen und nach Kamari auf der anderen Seite. Von dem kleinen Parkplatz aus muß man nun einen kleinen Trampelpfad hinaufsteigen und nach 10 min. ist man schon in 'Ancient Thira'.
Obwohl Alt-Thira vor 3000 Jahren von den Dorern gegründet wurde ('Thera' hieß der Anführer dieser ersten Siedler, daher der Name), findet man heute nur noch die Spuren der hellenistischen und römischen Epoche. (Wurde 1895-1902 von Baron H. von Gärtingen ausgegraben). Raffiniertes Zisternensystem, da es hoch oben auf dem Berg nun mal keinen Tropfen Quellwasser gab und gibt. Ansonsten: viel Grundsteingemäuer und Säulentrommeln. Wer Glück hat, findet diesen netten Aufseher, der einem alles genau erklärt und auch auf die pikanten Details hinweist (z.B. diverse Phallossymbole), an denen alle sonst blind vorbeilaufen ... tzz tzz ;-)
Wer sich mit Alt-Thera intensiv beschäftigen möchte, kann sich das folgende Buch besorgen:
Das dorische Thera
5.
Stadtgeschichte und Kultstätten am nördlichen Stadtrand.
Gebundene Ausgabe - 195 Seiten (März 1997)
Gebr. Mann, Bln.; ISBN: 3786118698
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