Santorin für Individualisten




Blick in die Caldera Richtung Akrotiri Halbinsel

Jeder...
...Griechenlandreisende kennt Santorini zumindest vom hörensagen. Alle, die da waren, schwärmen davon und nahezu sämliche Reiseführer, die sich mit Griechenland befassen, ziert ein Titel mit irgend einem Santorini-Motiv (selbst auf dem Feta-Käse von LIDL ist ein Bild von Santorin) . Kein Wunder, denn Santorini, oder 'Kalliste', die Schöne, wie sie die Griechen nennen, ist wirklich das beeindruckendste und schönste, was ich je in der griechischen Inselwelt gesehen habe.

Wer zum ersten Mal vom etwa 300 Meter hohen Kraterrand Santorinis in die tiefblaue Caldera, also den Kraterkessel blickt, mit den winzig erscheinenden persil-weißen Kreuzfahrtschiffen ganz da unten und dem Rauschen der Tiefe, merkt sofort, daß sich diese Insel völlig von den anderen in der Umgebung abhebt . Ich habe eine Argentinierin getroffen, die schon zum siebten Mal hier ist (gibt es denn in Südamerika nichts vergleichbares?) und einen Weltenbummler, davon überzeugt, daß Santorini der mit Abstand schönste Flecken auf der Welt sei.

Leider ist dies den unzähligen Reiseunternehmen nicht verborgen geblieben: Santorini ist innerhalb der letzten 20 Jahre eine Touristen Hochburg und Schickeria Insel sondersgleichen geworden. Santorini Fans, die ich traf und die die Insel schon von vor über 10, 15 Jahren kannten, beklagten diese Entwicklung. Und gebaut wird immer noch überall, obwohl ich sehr oft über zurückgehende Besucherzahlen gehört habe.
Obwohl sich das abschreckend anhört, habe ich es dennoch geschafft, dort ein paar herrliche Wochen zu verbringen mit einsamen Stränden und Badebuchten, wunderbaren und menschenleeren Aussichtspunkten und urigen Erlebnissen der ganz besonderen 'griechischen ' Art.
WDR Köln 'Quarks & Co' vom 17.07. 1997:

Santorin (Griechenland)
Größter Vulkanausbruch der Menschheitsgeschichte
Ca. 1600 v.Chr. explodiert die in der Ägäis gelegene Vulkaninsel Santorin. Man schätzt heute, daß bei der Eruption 30 Kubikkilometer Magma in riesigen Aschewolken und pyroklastischen Strömen ausgestoßen wurden. Die hochgelegene Mitte der Insel stürzte ein und versank 300 m tief im Meer. Die Hochkultur der Minoer, die auf der Insel ihr Handelszentrum Akrotiri unterhielt, wurde dadurch so schwer geschädigt, daß sie bald darauf in der Bedeutungslosigkeit versank. Menschen kamen dabei nicht ums Leben, weil dem Ausbruch heftige Erdbeben vorausgegangen waren, die die Bevölkerung vertrieben hatten.
Salim Butt

© 1997 WDR Köln

Santorini (auch einfach nur Thera genannt) ist eine Vulkaninsel, die sich vor etwa dreieinhalb Tausend Jahren in die Luft gesprengt hat. Die Überreste erscheinen vom Flugzeug aus betrachtet wie die Umrisse eines angebissenen Kekses mit ein paar Krümeln drumherum. In der abgebissenen Mitte des Kekses, der Caldera, ragt noch ein kleiner Vulkankegel aus dem Wasser, auf dem man bei einem Besuch die noch immer aufsteigenden ätzenden Fumarole inhalieren und sich die Füße verbrennen darf. (der Vulkan auf Santorin ist übrigens -im Gegensatz zu denen auf Hawai z.B- einer von der explosiven Art). Es wächst auch schon langsam wieder ein neuer Vulkan (Dome), der dann in 15.000 bis 20.000 Jahren wieder in die Luft geht. Also dann besser nicht dorthin fahren ;-)!

Die Berliner Morgenpost schreibt im September 97:

Erdspalte: Droht Griechenland Vulkanausbruch?

Ein Forscherteam des geophysikalischen Instituts Athen entdeckte kürzlich in Höhe der griechischen Halbinsel Magnesia eine "aktive Erdspalte", die in Zukunft Erdbeben auslösen könnte. Eine weitere "aktive Erdspalte" untersuchen die Wissenschaftler derzeit in der Nähe der Kykladeninsel Amorgos.

Die Leiterin des Forscherteams, Maria Sachpatzi, vermutet, daß die beiden Spalten für die Beben verantwortlich sind, bei denen seit 1945 in Griechenland fast 600 Menschen ums Leben gekommen sind. Nach Ansicht der Wissenschaftlerin könnten die Erdspalten erneut den Vulkan auf der Insel Santorin aktivieren.DPA

©Berliner Morgenpost 1997

Erdbebenlinks:
ZAMG
GEOGRAPHIE UND WIRTSCHAFTSKUNDE
The Vulcanic Jumpstation
Geo-Links

07.09.1999, 19:30 Uhr
Mindestens 15 Tote bei Erdbeben in Griechenland
Athen, 7. September (AFP) - Bei dem schweren Erdbeben im Großraum Athen sind nach einer neuen amtlichen Zwischenbilanz mindestens 15 Menschen getötet worden. Dies teilte das griechische Gesundheitsministerium am Abend mit. Die Zahl
der Verletzten gaben die Behörden mit "mehreren Dutzend" an. Unter den Trümmern einer eingestürzten Fabrik waren laut Feuerwehr noch etwa 70 Menschen verschüttet. Das Beben ereignete sich um 13 56 MESZ und hatte eine Stärke von 5,9 auf der Richter-Skala. Sein Epizentrum lag etwa 20 Kilometer
nördlich von Athen. Binnen einer Viertelstunde gab es etwa 15 Nachbeben. Alle Krankenhäuser im Großraum Athen wurden in Alarmbereitschaft versetzt. Die bekanntesten Sehenswürdigkeiten der griechischen Hauptstadt, insbesondere die Akropolis, blieben unbeschädigt.

Ein Service von Berliner Zeitung, TIP BerlinMagazin, Berliner Kurier und Berliner Abendblatt. © G+J BerlinOnline GmbH, 07.09.1999

Wann soll man hin?
Die günstigste Reisezeit ist natürlich April, Mai und Anfang Juni.

Vorteile:

noch nicht so
heiß,
noch nicht so
voll,
noch nicht so
laut,
noch nicht so
teuer,
noch nicht so windig (wegen Meltemi, s.u.)
Vegetation noch nicht so
vertrocknet (im April/Mai grünt und blüht alles in den schönsten Farben.)
Die Einheimischen sind noch nicht so abgenervt .

"Das schöne an "Santorin im April" ist erstens mal die Vegetation:
Alles grünt und blüht und ist voller Mohnblumen, gelber Margariten, Mimosenbäume, sogar die Caldera ist mit einem grünen Grasteppich überzogen. Dazu das Licht, das besonders klar ist und die Farben noch stärker leuchten läßt. Und das Osterfest eine Mischung von Weihnachten + Silvester. Man merkt jede Minute, daß es das höchste Fest der Griechen ist. Überall Osterprozessionen, Lämmer werden gegrillt, jeder begrüßt Dich auf der Straße, dazwischen Raketen usw. Und 98 % aller Touristen sind Griechen! Es ist wirklich ein außergewöhnliches Erlebnis, das man erlebt haben muß, da man es schlecht beschreiben kann......jedenfalls s e h r empfehlenswert!"

(Gabriele Tradinik, Wien)
Die ungünstigste Reisezeit dürfte wohl Juli/August sein. Auch die Griechen selbst, von denen die meisten im heißen stickigen Athen leben, haben in dieser Zeit Ferien und fahren jetzt am liebsten auf die (Frischluft-)Inseln der Ägäis. Aber auch schon ab der letzten Maiwoche konnte ich eine ziemlich plötzlich einsetzende starke Zunahme der Touristenmenge feststellen: Nun gabs plötzlich keine freien Plätze mehr in meinem Cafe am Hauptplatz in Thira und das Durchfahren des Ortes mit dem Roller war jetzt wie ein Ritt durch die Rushhour. Jetzt spürt man auch die starke Anspannung der Geschäftsleute: Alle stehen sprichwörtlich in den Startlöchern, gerade so, als ginge es um einen Wettlauf, wer das größte Stück von der dicken fetten Tourismus-Torte abkriegt. Ihre Gesichter sehen besorgt aus, ihr geschäftiges Treiben, hier schnell noch was reparieren, ausbessern, installieren, zeigt, daß sie die ganze Sache sehr ernst nehmen. Und zu Recht: Die Geschäfte laufen nicht mehr so gut, wie früher. Dies wurde mir auch mehrfach bestätigt. Ständig öffnen neue Geschäfte, Restaurants, Mopedverleih, Juwelierläden. Alle wollen was abhaben und das Bewirtschaften der Felder (früher gabs neben dem Wein- noch Tomatenanbau) ist natürlich mühsamer, als das vermeintlich schnell verdiente Geld mit den 'Touristes' . Da ist es natürlich klar, daß die Sahnestücke für jeden Einzelnen kleiner werden und die Sorgenfalten auf der Stirn umso größer.

Ein Taxifahrer verriet mir, daß in diesen 8-10 Wochen der Hauptsaison nahezu fast der gesamte Jahresumsatz gemacht wird. Die Touristen werden teilweise gnadenlos abgezockt und man muß überall höllisch aufpassen, daß man nicht auch zu den Opfern zu gehört. Auch in den Restaurants geht es manchmal zu, wie im Schnellimbiß: auf dezente Weise wird uns klargemacht, daß wir den Tisch nur für eine sehr begrenzte Zeit gepachtet haben... die nächsten Gäste warten schon...
Wer nur in der Hauptsaison hinfahren kann, muß daher mitgewissen Einschränkungen rechnen. Alles knallvoll, Menschenmengen schieben sich durch die engen Gassen, selbst auf den Campingplätzen ist kaum noch Platz für ein Zelt, sodaß man unter freiem Himmel schlafen muß (bei den Temperaturen im Prinzip kein Problem, wären da nicht die vielen kleinen Krabbeltierchen...)

Aber die Hauptsaison auf Santorini (und auf den meisten anderen Kykladeninseln) hat auch
Vorteile:

Für kontaktsüchtige ist es ein
Paradies... ;-)
Das Publikum auf Thira ist wesentlich multikultureller, als auf den anderen Kykladeninseln. Vor allem Amerikaner (aus dem gesamten Kontinent!) machen gern einen Zwischenstop auf ihren Kreuzfahrten. Das Schöne daran ist, daß sie im wesentlichen nur in Thira und Umgebung herumlaufen, da sie während gut zwei Stunden Aufenthalt eh nicht weiter kommen. In der Hauptsaison ist das Durchschnittsalter der Touristen so zwischen 20 und Ende 30 anzusiedeln. Davor und danach reisen gern ältere Leute/Rentner nach Griechenland.
Es ist in der Hauptsaison wirklich sehr leicht, mit Leuten in Kontakt zu kommen. Egal, ob auf dem Boot, am Strand, im Restaurant: Alle sind gut drauf und wollen einfach nur viel Spaß haben... :-)) (in diesem Punkt unterscheidet sich Santorin auch nicht von anderen Urlaubsinseln, wie z.B. Mallorca...)

Das Wasser ist wesentlich wärmer. als im Frühjahr:
Herrliche Bedingungen für stundenlanges (?) Schnorcheln in windgeschützten Buchten, wo das Wasser etwas weniger vom Meltemi durchgequirlt wird . Außerdem hat man beim Schnorcheln seine Ruhe... ;-)

Selbst im Trubel der Hochsaison kann man trotzdem noch ein paar
ruhige Fleckchen zum Entspannen
finden, da sich der Rummel hauptsächlich in den Hauptorten am Kraterrand abspielt. Siehe Ruheinseln in der Hochsaison

alles ist voll in Betrieb: Beste Schiffs-, Bus- und Flugverbindungen, auch die Badekaikis und Busse zu abgelegenen Stränden sind im Einsatz, in den Bars, Tavernen und Discos steppt der Bär, es ist Remmi-Demmi angesagt! Wer Kontakte sucht und jetzt nichts findet.... sowas gibts gar nicht ;-)
Ein weiterer nicht zu unterschätzender Nachteil der Reisezeit Juli/August ist der Meltemi, ein in dieser Zeit permanet wehender starker Nordostwind, der mit der Zeit ganz schön an den Nerven rütteln kann. Ständig fliegt alles weg, Bücher, Papier, Handtücher. Überall klappert immer irgend etwas und der Dreck und Staub fliegt einem ins Gesicht. Ein echter Spaß ist das sicher nur für Surfer. (Surfen kann man übrigens sehr schön vom Strand Monolithos (Ostküste) aus). (siehe Karte)

In der Zeit Mitte September bis Mitte Oktober ist es wieder etwas ruhiger, der Wind läßt nach und es ist auch nicht mehr so heiß. Ab Oktober muß sogar mit Niederschlägen gerechnet werden; die Wassertemperatur beträgt dafür aber immer noch komfortable 23 Grad. (Im Mai dagegen nur so 19 bis 20 Grad)

Ab Mitte Oktober werden die Bürgersteige in Santorini hochgeklappt: Der letzte Charterflug ist gestartet und alle touristischen Einrichtungen, bis auf die Museen und archäologischen Stätten, werden geschlossen. Santorini hat Winterpause bis zum nächsten Frühjahr. Viele der Geschäftsleute, Barkeeper, Hotelangestellte usw. kehren nach Athen zurück Die Insel ist leer und wie ausgestorben... Kaum vorstellbar für den, der Santorini mal zur Hauptsaison erlebt hat...

Wie kommt man hin?
Nach Santorini kann man von vielen deutschen Flüghäfen aus nonstop fliegen. (HapagLloyd, Aero Lloyd u.a.) Nach rund 3 Stunden beginnt der Landeanflug, und wenn man einen Fensterplatz auf der linken Seite des Fliegers ergattert hat und normale Windverhältnisse herrschen, bekommt man einen Super Blick über die ganze Insel. Also: Sitzplatz reservieren bringt´s! Der Blick ist wirklich wunderbar. (Das gleiche gilt für den Rückflug: Das Flugzeug fliegt nach dem Start in aller Regel noch eine Linksschleife um die Insel und die Aussicht ist super! Fotos machen ist zwar offiziell verboten, aber...)

Man kann auch nach Athen (Vorsicht: Glosse! aus dem Roman von Andreas Ramisch 1994) fliegen und ab Piräus per Schiff hinfahren (ca. 12 Std.), dann kommt man in den Genuß der großartigen, dramatischen Caldera Einfahrt bis zum Hafen mit garantiertem Gänsehaut-Feeling!

Viele Kreta Urlauber planen einen Kurz Trip nach Thera. Es gibt eine Schnellbootverbindung, mit der man in rund 2 Stunden da ist. (Achtung: kann sein, daß diese Verbindung nur in der Hauptsaison besteht). 2 Tage sollte man aber schon einplanen, sonst schafft man kaum mehr, als einen Blick auf die überfüllte kitschbeladene Thira Stadt und bestenfalls noch die Serpentinenstraße herunter an den alten Hafen. Danach ist man dann völlig geschlaucht und die Erinnerung an Santorini wird eher etwas fade sein... schade.

Wo schlafen?
Die meisten Santorini Besucher sind Pauschaltouristen, die in Kamari, einem nicht so aufregenden Pauschal-Touristennest auf der flach abfallenden Nicht-Caldera-Seite der Insel untergebracht werden. Dort sind die Hotelpreise auch nicht so horrend, wie auf der viel interessanteren Inselseite mit Blick in den Kratersee (meist sogar vom Bett aus!). Die Hotels in Kamari sind aber alle super, ziemlich neu und laut Vorschrift nie mehr als drei Stockwerke hoch. Bettenburgen á la Marbella gibt es also auf Santorini nicht.
Man kann auch nur einen sogenannten 'Campingflug' buchen, also ohne Unterbringung und dann auf eigene Faust ein Quartier suchen . U.u. ist es aber ratsam, ein billiges Pauschalangebot anzunehmen, das dann wahrscheinlich auch kaum mehr als der Flug kostet, die erste Nacht in dem gebuchten Hotel zu verbringen und sich dann am nächsten Tag auf die Suche nach einer Caldera-View-Unterkunft zu machen. Leider stehen am Flughafen nur wenig Leute, die Zimmer anbieten (es kommen ja eh nur Pauschaltouristen an, wenn Hapag Lloyd landet) . Anders ist das bei der Ankunft am Hafen: Da stehen die Schlepper und versuchen, ihre "Rooms" zu verhökern. Dieses surreale Theater muß man aber erlebt haben: 30, 40 Einheimische stehen hinter einer Absperrung, wild gestikulierend und schreiend. Einige von ihnen halten Schilder hoch: "ROOMS WITH VIEW", andere halten einem im Vorbeigehen eine Fotomappe mit vergilbten und/oder abgenutzen Innen- und Außenansichten irgendwelcher Gebäude unter die Nase. Trotzdem: Diese Angebote sind meist günstig und handeln lohnt. Aber Achtung: Besteht darauf, daß 'Rooms with view' gleichbedeutend ist mit Caldera-View! (also Blick auf den Vulkansee) Aussicht haben die Zimmer nämlich alle auf irgendetwas, und sei es die ein Meter gegenüberliegende Hauswand.... Und überhaupt: erstmal ankucken....

(Achtung, Hauptsaison: Jeder Einheimische, der auch nur eine Besenkammer freiräumen kann, versucht, vom fetten Sahnekuchen 'Tourismus' einen Happen abzubekommen. Manchmal wird man von den 'Schleppern' am Hafen oder Busparkplatz in Thira in irgendwelche abgelegenen Gegenden gelockt, von wo dann nur schwer wieder weg zukommen ist. In der HS gilt: Quartier vorbuchen oder Schlafsack mitnehmen und z.B. auf den Dächern der Jugendherberge(n) schlafen.)

- Was Unterkünfte angeht, so würde ich gern das Hotel Anemomilos in Oia empfehlen. Es hat zwar keinen Calderablick, soll aber sehr hübsch sein. Tobias Schorr, der auf Santorini Wandergruppen führt, wohnt dort immer und ist ganz begeisert davon. Auch das Gastgeber Ehepaar sei noch sehr "unverdorben" und Spyros Familie kümmert sich sich sehr gut um die Gäste. An das Hotel ist die gleichnamige Taverne angeschlossen, was sehr praktisch ist, denn so braucht man nicht dauernd neue Restaurants auszuprobieren. DZ in der Nebensaison ca. 9000 Dr. in der Hauptsaison 12000 Dr., Tel: 0030-286-71410.

- Außerdem empfehle ich noch ein Apartmenthaus (Neubau) unterhalb von Oia, ganz in Strandnähe. Die Lage ist aber eher als einsam zu bezeichnen, was ich aber persönlich in der Haupsaison vorziehen würde. Wunderbarer Rundum-Blick von den Balkonen der einzelnen Appartments. Das Haus heißt:
ECOXENIA Studio Appartments, Oia Tel-Fax: 0030-286-71618 Tel Athen: 6721953 - 6778533, Tel. Österreich: 3320788 - 7158014 Ist aber nicht grade billig, aber eben tiptop mit Bad, Kitchenette, Balkon. Zum Haus gehört ein wunderschöner Garten mit Sitzbänken und schattenspendenden Bäumen. Richtig paradiesisch. Das ECOXENIA ist ideal zum Relaxen und erholen. Vom ECOXENIA zu Fuß nach Oia etwa 10-15 Minuten.

Engl.-Sprachige Web-Seite mit weiteren Hotel-Angaben in Santorini



Das kleine Reiseunternehmen auf Santorini, Thirak Tours vermittelt auch Hotel- und Privatzimmer. Schaut dort doch mal vorbei, wenn Ihr was sucht.
In der Vorsaison hingegen haben die meisten Vermieter Flaute. Dies sollte man sich zunutze machen. Am besten fährt man am ersten Tag nach Thira (Fira), dem Hauptort der Insel. Dort begebe man sich zum Kraterrandweg, und schlendere gemütlich dahin, immer den herrlichen Caldera Ausblick genießend! Wenn man von Thira aus in Richtung Firostefani, bzw. Oia losgeht, kommt man an vielen kleineren und größeren Hotels und Pensionen vorbei. Da einfach mal fragen, ob noch Zimmer frei, was es kostet und wie´s aussieht. In der Regel wird einem immer sofort das Zimmer gezeigt. 'No problem'.

In Thira selbst zu wohnen empfehle ich nur Leuten, die ein heftiges Nachtleben planen (Empfehlung für den ersten Abend: Die Happy Hour in der Blue Note Bar in der Nähe des Hauptplatzes, an der Straße Richtung Firostefani/Oia). Der Ort ist sehr lebhaft und wartet mit einem reichhaltigen Angebot an Discos, Bars, Restaurants etc. auf. Aber auch bis spät in die Nacht hinein ist es sehr laut, was besonders auf die endlos knatternden Motorräder zurückzuführen ist, deren Lärm zur Nachtzeit besonders gut in den engen Gassen reflektiert wird.

Geht man am Kraterrrand in Richtung Firostefani, wird es langsam ruhiger. Die Orte Thira, Firostefani und Imerovigli gehen scheinbar nahtlos ineinander über, zumindest aus der Perspektive des Kraterrand-Wanderers.

Heißer Tip: Quartier unbedingt tagsüber und werktags auswählen, damit man den Lärm etwaiger Baustellen in der Nähe besser abschätzen kann. Und am besten erstmal nur zwei Tage buchen, dann kann man bei unerwarteten Überraschungen besser die Flucht ergreifen. (Wer Wollmäuse unterm Bett findet, sollte nicht gleich abreisen: dies ist eine griechische Spezialität und wird in fast allen Hotels serviert... )

Hotel MYLOS: Nur 8 kleine sehr einfache Zimmerchen mit ÜberschwemmungsDusche - Klo - Kühlschrank - Calderablick, schön ruhig, mit Terrasse ( = das Dach des Hotels darunter) kein Frühstück, Hotel MYLOS liegt direkt am Kraterrandweg zwischen Thira und Firostefani.
Adresse: Hotel Mylos, Nikoleta Sigala, Firostefani, Santorini, Tel: (von Deutschl.) 0030-286-23884

Kleiner MiniMarket fürs Wasser kaufen gleich dabei. (Hat aber wesentlich höhere Preise, als die großen Marketa-Supermärkte, von denen es in jedem größeren Ort einen gibt. Dafür braucht man aber auch die Wasserflaschen nicht so weit zu schleppen...)
In dem Zusammenhang fällt mir ein: VORSICHT: Leitungswasser auf Santorini nicht trinken, da leicht salzig!

Vorteil von MILOS ist die günstige Lage für Unternehmungen. Außerdem ganz in der Nähe kleine Taverne bzw. Restaurant (das mit den blauen Markisen) direkt am Platz (da auch Bushaltestelle) gegenüber der Kirche Agios Minas. (Meine Empfehlung: 'Vegetable Balls' (=Keftedes ähnlich) mit leckerem Santoriner Hauswein.)

Leider kann ich dieses Hotel nicht mehr uneingeschränkt empfehlen, da die Besitzer auch mittlerweile von der allgegenwärtigen Geldgier erfasst sind und die Preise jedes Jahr höher sind...

Jugendherbergen und Campingplätze gibts auch auf Santorin,(s. Karte) aber bei den niedrigen Hotelpreisen in der Vorsaison lohnt sich die Zeltrödelei nicht oder das Generve in den Jugendherbergen, die sowieso nicht so besonders sauber waren und teilweise ziemlich strenge Gerüche emittierten. (Ausnahme: die neue und blitzeblanke Jugendherberge in Oia. Relativ teuer, aber dafür inkl. einem äusserst reichhaltigen Frühstück (Tee, Kaffee oder Kakao, Brot, Butter, Marmelade, Käse, Kuchen und Orangensaft - und sollte jemand schon vor der Frühstückszeit auschecken müssen, dann kriegt er sein "Breakfast-Package" mit auf die Reise!) . In diesem Jahr gabs in der JH Oia auch wieder eine "Happy Hour" auf der Sunset-Terrasse, die immer toll ankommt (klar doch, wenn man z.B. fuer einen Campari Orange 600 DRS bezahlt und "draussen" bis zu 2.000!)

Der Campingplatz in Thira ist ab Mitte Juni durchaus eine Empfehlung, da dann die preiswerten Absteigen weitgehend belegt sein dürften und das Leben auf diesem schönen Campingplatz mit den vielen schattenspendenden Bäumen und Schwimmingpool langsam erwachen dürfte. Vorher scharwenzeln da nur Bauarbeiter rum, die dafür sorgen daß in der 'Prime Time ' des Jahres (= nur 2 Monate gehts hier richtig ab: Juli - August) alles tiptop ist. Weitere Infos zu Jugendherbergen und Campingplätzen im Kykladen Band vom Michael-Müller-Verlag
     
Gibt es Internet-Cafe's auf Santorini?
Diese Frage wird mir immer wieder gestellt und Johannes Eisenkölbl schreibt mir dazu:
"Internet(cafes - services - etc.) gibt es inzwischen wirklich etliche. Mit offenen Augen findet man sie leicht selbst.

In Perissa sind 2 nebeneinander auf der Hauptstraße, eine Adresse ist Ankor Travel ( Tickets, Exchange, ...) hier gibt es Computer mit Internet und auch einen E-Mail-Service.
Die Adresse lautet:
ANKOR - Travel System Santorini
Lampros Katsipis
Perissa - Santorini 847 03 Greece
Tel. 0286 / 82805
Tel. 0286 / 82806
Fax: 0286 / 82664
Mobil 094 / 392770
E-Mail: ankor13@otenet.gr

In Fira am "Hauptplatz" beim Busterminal (ist groß angeschrieben). Weiter ist am Berg bei
den vielen Juwelieren auch eines.
In Oia habe ich ein I-Cafe bei der grossen gelben Kirche ( schon etwas ausserhalb, genau an der Gabelung ) gesehen.
Generell dürften die Preise etwa gleich sein. 1 Stunde kostet ~1500 DRS. Weniger ist relativ teurer. Es ist üblicherweise ein Browser verfügbar. Einmal war nur E-Mail Service angeboten. Lustig ist natürlich Win95 auf griechisch !!"

In Kamari: Bei Kirche abbiegen, Richtung Sportplatz, Richtung Strand (~ 250 m nach Sportplatz) auf der linken Straßenseite IM Design&Art-Shop "Deximi". Kurioses Ambiente!!!!


Karin Schuler schreibt:
"Eines ist meiner Erinnerung nach in Fira, zentral an der Hauptstrasse links (Richtung Imerovigli).
Auf dem Hauptplatz in Fira (beim Kopfsteinplaster, dort wo alle Mopeds parken), gibt es ebenfalls Internet Zugang. Es gibt dort einen Bankomat (der, wo daneben eine Stiege runter geht), zwei oder drei Häuser weiter rechts davon war eine Tür mit dem Schild "Internet Access", man geht in die obere Etage, drin war ich selbst nie."





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Letzte Änderung: 4/7/04