|
Jeder... |
|
Obwohl sich das abschreckend anhört, habe ich es dennoch geschafft, dort ein paar herrliche Wochen zu verbringen mit einsamen Stränden und Badebuchten, wunderbaren und menschenleeren Aussichtspunkten und urigen Erlebnissen der ganz besonderen 'griechischen ' Art.
|
Die Berliner Morgenpost schreibt im September 97: |
"Das schöne an "Santorin im April" ist erstens mal die Vegetation: |
| Die ungünstigste Reisezeit dürfte wohl Juli/August sein. Auch die Griechen
selbst, von denen die meisten im heißen stickigen Athen leben, haben in dieser
Zeit Ferien und fahren jetzt am liebsten auf die (Frischluft-)Inseln der Ägäis.
Aber auch schon ab der letzten Maiwoche konnte ich eine ziemlich plötzlich einsetzende
starke Zunahme der Touristenmenge feststellen: Nun gabs plötzlich keine freien
Plätze mehr in meinem Cafe am Hauptplatz in Thira und das Durchfahren des Ortes
mit dem Roller war jetzt wie ein Ritt durch die Rushhour. Jetzt spürt man auch
die starke Anspannung der Geschäftsleute: Alle stehen sprichwörtlich in
den Startlöchern, gerade so, als ginge es um einen Wettlauf, wer das größte
Stück von der dicken fetten Tourismus-Torte abkriegt. Ihre Gesichter sehen besorgt
aus, ihr geschäftiges Treiben, hier schnell noch was reparieren, ausbessern,
installieren, zeigt, daß sie die ganze Sache sehr ernst nehmen. Und zu Recht:
Die Geschäfte laufen nicht mehr so gut, wie früher. Dies wurde mir auch
mehrfach bestätigt. Ständig öffnen neue Geschäfte, Restaurants,
Mopedverleih, Juwelierläden. Alle wollen was abhaben und das Bewirtschaften
der Felder (früher gabs neben dem Wein- noch Tomatenanbau) ist natürlich
mühsamer, als das vermeintlich schnell verdiente Geld mit den 'Touristes' .
Da ist es natürlich klar, daß die Sahnestücke für jeden Einzelnen
kleiner werden und die Sorgenfalten auf der Stirn umso größer. Wer nur in der Hauptsaison hinfahren kann, muß daher mitgewissen Einschränkungen rechnen. Alles knallvoll, Menschenmengen schieben sich durch die engen Gassen, selbst auf den Campingplätzen ist kaum noch Platz für ein Zelt, sodaß man unter freiem Himmel schlafen muß (bei den Temperaturen im Prinzip kein Problem, wären da nicht die vielen kleinen Krabbeltierchen...) Aber die Hauptsaison auf Santorini (und auf den meisten anderen Kykladeninseln) hat auch Das Publikum auf Thira ist wesentlich multikultureller, als auf den anderen Kykladeninseln. Vor allem Amerikaner (aus dem gesamten Kontinent!) machen gern einen Zwischenstop auf ihren Kreuzfahrten. Das Schöne daran ist, daß sie im wesentlichen nur in Thira und Umgebung herumlaufen, da sie während gut zwei Stunden Aufenthalt eh nicht weiter kommen. In der Hauptsaison ist das Durchschnittsalter der Touristen so zwischen 20 und Ende 30 anzusiedeln. Davor und danach reisen gern ältere Leute/Rentner nach Griechenland. Es ist in der Hauptsaison wirklich sehr leicht, mit Leuten in Kontakt zu kommen. Egal, ob auf dem Boot, am Strand, im Restaurant: Alle sind gut drauf und wollen einfach nur viel Spaß haben... :-)) (in diesem Punkt unterscheidet sich Santorin auch nicht von anderen Urlaubsinseln, wie z.B. Mallorca...) Herrliche Bedingungen für stundenlanges (?) Schnorcheln in windgeschützten Buchten, wo das Wasser etwas weniger vom Meltemi durchgequirlt wird . Außerdem hat man beim Schnorcheln seine Ruhe... ;-) Selbst im Trubel der Hochsaison kann man trotzdem noch ein paar finden, da sich der Rummel hauptsächlich in den Hauptorten am Kraterrand abspielt. Siehe Ruheinseln in der Hochsaison |
Nach Santorini kann man von vielen deutschen Flüghäfen aus nonstop fliegen. (HapagLloyd, Aero Lloyd u.a.) Nach rund 3 Stunden beginnt der Landeanflug, und wenn man einen Fensterplatz auf der linken Seite des Fliegers ergattert hat und normale Windverhältnisse herrschen, bekommt man einen Super Blick über die ganze Insel. Also: Sitzplatz reservieren bringt´s! Der Blick ist wirklich wunderbar. (Das gleiche gilt für den Rückflug: Das Flugzeug fliegt nach dem Start in aller Regel noch eine Linksschleife um die Insel und die Aussicht ist super! Fotos machen ist zwar offiziell verboten, aber...) |
![]() Die meisten Santorini Besucher sind Pauschaltouristen, die in Kamari, einem nicht so aufregenden Pauschal-Touristennest auf der flach abfallenden Nicht-Caldera-Seite der Insel untergebracht werden. Dort sind die Hotelpreise auch nicht so horrend, wie auf der viel interessanteren Inselseite mit Blick in den Kratersee (meist sogar vom Bett aus!). Die Hotels in Kamari sind aber alle super, ziemlich neu und laut Vorschrift nie mehr als drei Stockwerke hoch. Bettenburgen á la Marbella gibt es also auf Santorini nicht. Man kann auch nur einen sogenannten 'Campingflug' buchen, also ohne Unterbringung und dann auf eigene Faust ein Quartier suchen . U.u. ist es aber ratsam, ein billiges Pauschalangebot anzunehmen, das dann wahrscheinlich auch kaum mehr als der Flug kostet, die erste Nacht in dem gebuchten Hotel zu verbringen und sich dann am nächsten Tag auf die Suche nach einer Caldera-View-Unterkunft zu machen. Leider stehen am Flughafen nur wenig Leute, die Zimmer anbieten (es kommen ja eh nur Pauschaltouristen an, wenn Hapag Lloyd landet) . Anders ist das bei der Ankunft am Hafen: Da stehen die Schlepper und versuchen, ihre "Rooms" zu verhökern. Dieses surreale Theater muß man aber erlebt haben: 30, 40 Einheimische stehen hinter einer Absperrung, wild gestikulierend und schreiend. Einige von ihnen halten Schilder hoch: "ROOMS WITH VIEW", andere halten einem im Vorbeigehen eine Fotomappe mit vergilbten und/oder abgenutzen Innen- und Außenansichten irgendwelcher Gebäude unter die Nase. Trotzdem: Diese Angebote sind meist günstig und handeln lohnt. Aber Achtung: Besteht darauf, daß 'Rooms with view' gleichbedeutend ist mit Caldera-View! (also Blick auf den Vulkansee) Aussicht haben die Zimmer nämlich alle auf irgendetwas, und sei es die ein Meter gegenüberliegende Hauswand.... Und überhaupt: erstmal ankucken.... (Achtung, Hauptsaison: Jeder Einheimische, der auch nur eine Besenkammer freiräumen kann, versucht, vom fetten Sahnekuchen 'Tourismus' einen Happen abzubekommen. Manchmal wird man von den 'Schleppern' am Hafen oder Busparkplatz in Thira in irgendwelche abgelegenen Gegenden gelockt, von wo dann nur schwer wieder weg zukommen ist. In der HS gilt: Quartier vorbuchen oder Schlafsack mitnehmen und z.B. auf den Dächern der Jugendherberge(n) schlafen.) |
| - Was Unterkünfte angeht, so würde
ich gern das Hotel Anemomilos in Oia empfehlen. Es hat zwar keinen Calderablick,
soll aber sehr hübsch sein. Tobias Schorr,
der auf Santorini Wandergruppen führt, wohnt dort immer und ist ganz begeisert
davon. Auch das Gastgeber Ehepaar sei noch sehr "unverdorben" und Spyros
Familie kümmert sich sich sehr gut um die Gäste. An das Hotel ist die gleichnamige
Taverne angeschlossen, was sehr praktisch ist, denn so braucht man nicht dauernd
neue Restaurants auszuprobieren. DZ in der Nebensaison ca. 9000 Dr. in der Hauptsaison
12000 Dr., Tel: 0030-286-71410. - Außerdem empfehle ich noch ein Apartmenthaus (Neubau) unterhalb von Oia, ganz in Strandnähe. Die Lage ist aber eher als einsam zu bezeichnen, was ich aber persönlich in der Haupsaison vorziehen würde. Wunderbarer Rundum-Blick von den Balkonen der einzelnen Appartments. Das Haus heißt: ECOXENIA Studio Appartments, Oia Tel-Fax: 0030-286-71618 Tel Athen: 6721953 - 6778533, Tel. Österreich: 3320788 - 7158014 Ist aber nicht grade billig, aber eben tiptop mit Bad, Kitchenette, Balkon. Zum Haus gehört ein wunderschöner Garten mit Sitzbänken und schattenspendenden Bäumen. Richtig paradiesisch. Das ECOXENIA ist ideal zum Relaxen und erholen. Vom ECOXENIA zu Fuß nach Oia etwa 10-15 Minuten. Engl.-Sprachige Web-Seite mit weiteren Hotel-Angaben in Santorini Das kleine Reiseunternehmen auf Santorini, Thirak Tours vermittelt auch Hotel- und Privatzimmer. Schaut dort doch mal vorbei, wenn Ihr was sucht. |
Geht man am Kraterrrand in Richtung Firostefani, wird es langsam ruhiger. Die Orte Thira, Firostefani und Imerovigli gehen scheinbar nahtlos ineinander über, zumindest aus der Perspektive des Kraterrand-Wanderers. Heißer Tip: Quartier unbedingt tagsüber und werktags auswählen, damit man den Lärm etwaiger Baustellen in der Nähe besser abschätzen kann. Und am besten erstmal nur zwei Tage buchen, dann kann man bei unerwarteten Überraschungen besser die Flucht ergreifen. (Wer Wollmäuse unterm Bett findet, sollte nicht gleich abreisen: dies ist eine griechische Spezialität und wird in fast allen Hotels serviert... ) |
| Hotel MYLOS: Nur 8 kleine sehr einfache Zimmerchen mit ÜberschwemmungsDusche - Klo - Kühlschrank - Calderablick, schön ruhig, mit Terrasse ( = das Dach des Hotels darunter) kein Frühstück, Hotel MYLOS liegt direkt am Kraterrandweg zwischen Thira und Firostefani. Adresse: Hotel Mylos, Nikoleta Sigala, Firostefani, Santorini, Tel: (von Deutschl.) 0030-286-23884 Kleiner MiniMarket fürs Wasser kaufen gleich dabei. (Hat aber wesentlich höhere Preise, als die großen Marketa-Supermärkte, von denen es in jedem größeren Ort einen gibt. Dafür braucht man aber auch die Wasserflaschen nicht so weit zu schleppen...) In dem Zusammenhang fällt mir ein: VORSICHT: Leitungswasser auf Santorini nicht trinken, da leicht salzig! Vorteil von MILOS ist die günstige Lage für Unternehmungen. Außerdem ganz in der Nähe kleine Taverne bzw. Restaurant (das mit den blauen Markisen) direkt am Platz (da auch Bushaltestelle) gegenüber der Kirche Agios Minas. (Meine Empfehlung: 'Vegetable Balls' (=Keftedes ähnlich) mit leckerem Santoriner Hauswein.) Leider kann ich dieses Hotel nicht mehr uneingeschränkt empfehlen, da die Besitzer auch mittlerweile von der allgegenwärtigen Geldgier erfasst sind und die Preise jedes Jahr höher sind... |
| Gibt es Internet-Cafe's
auf Santorini? Diese Frage wird mir immer wieder gestellt und Johannes Eisenkölbl schreibt mir dazu: "Internet(cafes - services - etc.) gibt es inzwischen wirklich etliche. Mit offenen Augen findet man sie leicht selbst. Die Adresse lautet: ANKOR - Travel System Santorini Lampros Katsipis Perissa - Santorini 847 03 Greece Tel. 0286 / 82805 Tel. 0286 / 82806 Fax: 0286 / 82664 Mobil 094 / 392770 E-Mail: ankor13@otenet.gr den vielen Juwelieren auch eines. Generell dürften die Preise etwa gleich sein. 1 Stunde kostet ~1500 DRS. Weniger ist relativ teurer. Es ist üblicherweise ein Browser verfügbar. Einmal war nur E-Mail Service angeboten. Lustig ist natürlich Win95 auf griechisch !!"
|
|
Email-Briefkasten
Kalliste.de - Intro - Landkarte
zum Ausdrucken -
Lufbild von Santorini - Was tun auf Santorini? -
(c) Copyright 1998-2007 by Birke Schreiber Letzte Änderung: |